Die Entstehungsgeschichte unseres Vereins

 

Die Gründung der Musikkapelle Brendlorenzen geht auf das Jahr 1921 zurück. Damals erklärten sich 10 junge Burschen bereit, ein Instrument zu lernen. Als Ausbilder konnte der damalige städtische Musikmeister Höhn gewonnen werden. Instrumente wurden angeschafft und unter militärischer Strenge wurden ihnen dann „die ersten Töne beigebracht.“

 

Bei den Flurprozessionen konnten sie die ersten Kirchenlieder spielen. Die Noten dafür hatte Musikmeister höhn aus dem Orgelbuch entnommen und für die angehende Blaskapelle umgeschrieben. Einige Jahre später gründete man eine Tanzkapelle und zog mit großem erfolg durch den ganzen Landkreis.

 

Im Jahre 1930 zog der damalige Musikmeister Höhn nach Thüringen. Sein Posten wurde von Julius Geis übernommen. In dieser Zeit gelangten die jungen Musikanten bis nach Nürnberg, wo sie bei militärischen Aufmärschen ihr Können unter Beweis stellen konnten.

 

Mit Kriegsbeginn musste der Spielbetrieb eingestellt werden, weil die meisten Musikanten eingezogen wurden. Etwa um 1950 stellte Alfons Klein wieder eine Kapelle zusammen. In dieser Zeit wurde auch ein Musikverein gegründet, der aber nach einem Jahr wieder aufgelöst wurde.

 

Bis zum Jahr 1962 wurde die Kapelle von Alfred Gass und Ernst Schmitt geleitet. 1962 übernahm Oskar Beckenbauer die Leitung. Ernst Schmitt übernahm damals die Ausbildung einiger junger Musiker.

 

Im Jahre 1964 wurde ein großer Schritt nach vorne getan. Auf Anordnung des damaligen Bürgermeisters Josef Scheuplein. Wurden von der Gemeinde Instrumente angeschafft. Es begannen 8 Jugendliche mit der Ausbildung, von denen heute noch 4 in der Musikkapelle mitspielen.

 

1968 fingen wiederum 9 Musiker mit der Ausbildung an, für die zunächst Oskar Beckenbauer und dann Ernst Schmitt verantwortlich waren. Die neuen konnten recht schnell in die Kapelle integriert werden.

 

Ende 1970 legte Oskar Beckenbauer sein Amt als Dirigent nieder. Nachdem kein Dirigent aus den älteren reihen der Musikkapelle gefunden werden konnte, übernahm der damals 19-jährige Wolfgang Steinmüller nach mehrmaligem Zureden von Anton Dünisch diese Aufgaben, die er durch den Zusammenhalt aller Musikanten mit Bravour meisterte.

 

In den folgenden Jahren wurde damit begonnen, auch Auftritte außerhalb des Ortes anzunehmen. Dies hatte zur Folge, dass sich der Terminkalender in jedem Jahr immer stärker füllte.

 

1976 wurde eine gebrauchte Gesangsanlage angeschafft und viele neue Musikstücke gekauft, so dass fast das gesamte Repertoire erneuert wurde. Des weiteren führte man nun auch jährliche Ausflüge durch, die immer großen Anklang fanden.

 

1979 bekam die Musikkapelle eine neue Tracht, die in den folgenden Jahren erneuert oder für Jungmusikanten immer ergänzt wurde, und uns bis heute erhalten geblieben ist. In diesem Jahr legte man den Grundstein für die Freundschaft mit dem Musikverein Dörfl.

 

Ein musikalischer Höhepunkt in der Geschichte der Musikkapelle Brendlorenzen war der Auftritt der Profi Blaskapelle Moravanka aus der damaligen Tschechoslowakei, die bei den Zeltbesuchern und den Musikanten selbst, viel Anklang fand.

 

Die Ausbildung Jugendlicher Musikanten stagnierte in den darauf folgenden Jahren, da sich kein Ausbilder aus den reihen der Musikanten fand.1988 war es dann soweit. Mit Hilfe der Kreismusikschule, die die Ausbildung übernahm, fanden sich wieder 11 Jugendliche, die Interesse hatten, ein Instrument zu erlernen. Sie konnten bis zum Bläsertreffen 1993 in Brendlorenzen alle in die Kapelle eingegliedert werden.

 

Am 3. Dezember 1993 wurde dann nach längeren Diskussionen der Musikverein Brendlorenzen ins Leben berufen und die gesamte Vorstandschaft, bestehend aus 1. und 2. Vorstand, Schriftführerin, Kassierer und 2 Beisitzern, gewählt.

 

Unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Dietmar Weyer nahm sich die Vorstandschaft für die nächsten Jahre viel vor.

2. Vorstand Scheuplein Reinhold

Schriftführerin Schuck Margot

Kassier Pfeuffer Erwin

Beisitzer Nöth Herbert

Beisitzer Dömling Edgar

Dirigent Steinmüller Wolfgang

 

Der Beitritt zum nordbayrischen Musikbund erfolgte schließlich am 01.Januar 1994. Jürgen Weyer (Ausbilder für Blechblasinstrumente) und Tanja Domes (Ausbilderin für Holzblasinstrumente) übernahmen die musikalische Führung der Jungmusikanten. Es wurden auch Informationsabende für interessierte Jugendliche abgehalten, die ein Instrument lernen wollten.

 

Von 1994 - 1998 traten 14 Jungmusikanten dem Verein bei. Am 1. April 1996 legte Wolfgang Steinmüller sein Amt als 1. Dirigent der Blaskapelle nieder. Jürgen Weyer, der mit Erfolg die Prüfung zum staatlich anerkannten Dirigenten bestand, übernahm von nun an die musikalische Leitung. I

 

m selben Jahr, nach der Schließung des Hallenbades in Brendlorenzen, spielte man schon mit dem Gedanken, einen Proberaum im Untergeschoss des Gebäudes zu schaffen.

 

1996 wurde Katrin Dömling als Jugendvertreterin gewählt. Sie veranstaltete mit der Jugend des Vereins schon zahlreiche Aktivitäten wie zum Beispiel „zelten“ und Theaterspiele zu bestimmten Anlässen.

 

Nach langer mühevoller Arbeit in den Jahren 1996 - 1997 und mit hohem Kostenaufwand, der vom Musikverein selbst getragen wurde, konnte der Traum vom eigenen Proberaum erfüllt werden. Die erste Musikprobe wurde im Mai 1997 in unserem neuen Musikheim abgehalten. Am 21. september 1997 erfolgte dann die offizielle Übergabe von der Stadt Bad Neustadt an den Musikverein Brendlorenzen, die mit einem Tag der offenen Tür und einem

kleinen Fest gefeiert wurde.

 

Im Oktober desselben Jahres gründete man unter der Leitung von Tanja Domes ein Jugendensemble, das beim damaligen Pfarrfest schon seinen ersten erfolgreichen Auftritt hatte. Von Dezember 1997 bis Juli 2000 bot der Musikverein unter der Leitung von Petra Buchta eine musikalische Früherziehung an.

 

In den Jahren von 1999 - 2005 vergab man für besondere verdienste dem Musikverein gegenüber gleich 5mal die Ehrenmitgliedschaft. Dies sind Dünisch Anton, Werner Ludwig, Schmitt Karl, Putz Gottfried und Karl-Hans Arend.

 

2004 standen wieder Wahlen an und der langjährige 1. Vorsitzende Weyer Dietmar legte sein Amt nieder. Die suche nach einem Nachfolger gestaltete sich schwieriger als gedacht, denn erst einen Tag vor der Jahreshauptversammlung fand man einen Kandidaten.

 

Weyer Marcus wurde 1. Vorstand und eine junge Truppe stand ihm in der neuen Vorstandschaft zur Seite.

 

Am 09.07.2004 feierten wir zusammen mit unseren Freunden aus Dörfl das 20jährige Bestehen einer tiefgründigen Freundschaft. Ein offizieller Empfang beim Bürgermeister der Stadt Bad Neustadt krönte ein wunderschönes Wochenende.

 

Für 40 Jahre aktives musizieren wurden 2005 Steinmüller Wolfgang, Krenig Robert, Fell Wilfried und für 10 Jahre Balling Christian, Nöth Andreas, Schuck Carina sowie Volk Melanie und Christian geehrt.

 

2006 wurde für 20 Jahres aktives musizieren Wolf Rainer geehrt, für 10 Jahre aktive Musik Barthel Kathrin, Schubert Jan und Schuck Stefan, sowie für 10 Jahre Dirigent Weyer Jürgen.

Außerdem nahm der Musikverein 2006 auch das erste mal am Saale Musicum teil. An einem schönen Sommerabend am Brendufer spielte die Musikkapelle zu einem böhmischen Abend auf.

 

Beim Bundesbezirksmusikfest in Sand am Main im Jahr 2006 stellte sich die Musikkapelle Brendlorenzen erstmals einer Jury bei einem Polkawettbewerb. Der erfolgreiche Auftritt wurde mit dem 1. Platz belohnt.

 

Im Jahr 2006 standen wieder Neuwahlen an. Simone Steinmüller legte ihr Amt als Schriftführerin im Verein nieder. Melanie Volk und Kathrin Barthel übernahmen gemeinsam ab 2006 das Amt des Schriftführers.

 

2007 gab es ein Jubiläum zu feiern. 25 Jahre Bestehen der Freundschaft mit der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Duisburg/Huckingen. Zu diesem Anlass waren unsere Freunde vom Niederrhein gekommen, um mit uns zu feiern.

 

Auch im Jahr 2007 haben wir wieder am Saale Musicum teilgenommen. Wegen des schlechtem Wetters mussten wir unser Konzert kurzfristig in die Lagerhalle der Schreinerei Scheuplein verlegen. Trotz allem war es ein schöner Abend bei böhmisch-mährischer Blasmusik.

 

2008 waren wieder Neuwahlen angesagt. Peter Keidel schied nach langjähriger Tätigkeit als 2. Vorstand aus der Vorstandschaft aus. Die aktuelle Vorstandschaft besteht damit aus:

 

1 Vorstand: Marcus Weyer

2. Vorstand: Florian Haaf

Schriftführerinnen: Katrin Barthel und Melanie Volk

Kassier: Rainer Wolf

1. Beisitzer: Marco Schlembach

2. Beisitzer: Markus Krenig

3. Beisitzer: Jochen Baderschneider

4. Beisitzer: Herbert Nöth

 

Auch 2008 war natürlich das Laurentiusfest wieder fester Bestandteil des Jahresprogramms. In diesem Jahr waren allerdings gleich drei Veranstaltungen zu feiern, nicht nur das alljährliche Laurentiusfest, sondern auch das Kreismusikfest und das Bläsertreffen war zu Gast in Brendlorenzen. Vom 02.08. – 04.08. lies der Musikverein es wieder krachen. Die Wülferhäuser, der Standard für den Samstagabend des Laurentiusfestes, heizte den Gästen ordentlich ein und es wurde ein ausgelassener Abend. Der Sonntag begann am Vormittag mit einem Festgottesdienst im Zelt. In den Mittagsstunden war dann ein Festumzug auf der Tagesordnung der in am Festplatz mit einem Gemeinschaftschor endete. An diesem Festumzug und Gemeinschaftschor beteiligten sich über 30 Kappelen, was nicht nur ein klangliches Traumbild abgab. Am Abend lockte dann die Kapelle Gloria aus Tschechien die Gäste ins Zelt.

 

Doch auch nach einem solchen Fest ruhte man sich nicht aus, die Planungen für 2009 waren und sind schon wieder im vollen Gange.

 

Der Musikverein Brendlorenzen zählt im Moment 37 aktive und 38 passive Mitglieder.

 

(Stand: Januar 2009)


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